Pfarrkirche Mayrhofen und Brandberg
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Alles beginnt mit der Sehnsucht.

Immer ist im Herzen Raum für mehr, für Schöneres, für Größeres.

Das ist des Menschen Größe und Not:

Sehnsucht nach Stille, nach Freundschaft, nach Liebe.

Und wo Sehnsucht sich erfüllt, dort bricht sie noch stärker auf.

Fing nicht auch Deine Menschwerdung, Gott,

mit dieser Sehnsucht nach dem Menschen an?

So lass nun unsere Sehnsucht damit anfangen, Dich zu suchen,

und lass sie damit enden, Dich gefunden zu haben.

 

 

Dieser Text von Nelly Sachs begleitet den Monat Dezember auf dem Kalender von Altbischof Reinhold Stecher. Und es wird das Beste sein, diese Worte gleich noch einmal in Ruhe zu lesen. 

Alles beginnt mit der Sehnsucht...

Die Verheißungen der Propheten schürten eine Sehnsucht nach Heil, Gerechtigkeit, Liebe, Frieden. Die Menschen spürten ein inneres Verlangen nach einem gelingenden, guten Leben und setzten ihre Hoffnungen auf das Eingreifen Gottes. IHM trauten sie zu, dass der Mensch den obersten Platz in seinen Plänen einnimmt. IHM trauten sie zu, dass ER des Menschen Sehnsucht zu stillen imstande ist. IHM trauten sie zu, dass der Mensch wirklich seine Herzensangelegenheit ist. Und da geschieht Weihnachten...Gott kommt in Jesus auf die Augenhöhe der Menschen, teilt mit ihnen das irdische Leben und ist auch erfasst von der Sehnsucht nach Stille, nach Freundschaft, nach Liebe.

Jesus setzt dafür wichtige Schritte. Er nimmt sich Zeit für die Stille, für den Rückzug in die Wüste an den See oder auf den Berg und stärkt damit seine Vertrautheit mit Gott. Er ist dankbar für die Freundschaft mit den Jüngern, mit Lazarus und seinen Schwestern, mit den Frauen und Männern, die mit ihm gehen, denn sie bestätigen ihn in seinem Weg und seiner Botschaft. Er ist froh um die Liebe, die ihm Maria und Josef – wie liebevoll bergen sie ihn in ihrer Obhut auf diesem Bild aus der Kirche in Mondsee– oder die ihm der Apostel Johannes oder Maria Magdalena entgegenbringen, denn ihre Liebe gibt ihm dadurch Halt im Augenblick des Schmerzes und des Todes und sie werden dann Zeugen für seine Auferstehung sein.

Durch Jesus geht Gott unsere Wege mit und kommt unserer Sehnsucht entgegen. An uns liegt es, IHN einzulassen in unsere erwartungsvollen Herzen, damit wir mit Jesu Beispiel fähig werden, zur Erfüllung der Sehnsucht nach gutem Leben beizutragen.

Advent und Weihnachten sind besondere Zeiten, die uns sensibel machen für die Bedürfnisse von Menschen. Die Vorbereitung auf das Geschehen von Betlehem rührt uns an, wenn wir von den Nöten der Menschen an verschiedenen Schauplätzen dieser Welt hören und wir unsere Unterstützung geben. Dies ist der Anfang der Suche nach Gott, und die Sehnsucht nach ihm wird immer stärker aufbrechen, weil wir an uns selber erfahren, wie wohl es uns tut, wenn wir IHN in uns Mensch werden lassen und dadurch zu einer Erleichterung beitragen, ein dankbares Lächeln sehen, ein herzliches Wort empfangen, einen zuversichtlichen Händedruck annehmen, eine liebevolle Umarmung spüren können.

Alles beginnt mit der Sehnsucht...Ich wünsche uns viel von der Sehnsucht nach der Botschaft Jesu, die für uns Menschen der Ausweg aus allen Betrübnissen des Lebens ist. Hüten wir wie Josef und Maria die Menschwerdung Gottes und tragen wir das Jesuskind mitten hinein in unser Leben.

Ein gesegnetes und erfülltes Weihnachten wünsche ich mit dankbarem Herzen.

Alois Moser, Pfarrer




Geboren am 15.April 1962 und aufgewachsen in Reith im Alpbachtal.
Pfarrer Moser maturierte am Borromäum in Salzburg und studierte
dann in Salzburg und Innsbruck Theologie.

 1988 Priesterweihe durch Erzbischof Karl Berg
 1988 - 1992 Kooperator in Saalfelden
 1992 - 1994 Kooperator in Wörgl
 1994 - 1998 Jugendseelsorger der Erzdiözese Salzburg
 seit 1.9.1998 Pfarrer von Mayrhofen und Brandberg



Als Pfarrer für diese beiden Gemeinden freue ich mich,
dass Sie sich für unsere Aktivitäten interessieren.
Für Reaktionen über unsere pfarrliche Präsenz im Internet
sind wir dankbar und so verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
Euer Pfarrer  


 


 

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